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Hitzetipps für Hunde: 9 Dinge, die deinem Hund im Sommer wirklich helfen

Während wir uns über 30 Grad freuen, kann die Hitze für deinen Hund richtig anstrengend werden. Er kann nicht schwitzen wie wir – Schweißdrüsen sitzen bei ihm fast nur an den Pfotenballen. Seine Körpertemperatur reguliert er im Wesentlichen übers Hecheln, und das stößt bei Hitze schnell an seine Grenzen.

Hechelt dein Hund im Sommer viel, will er mittags keinen Schritt mehr gehen oder liegt er nur noch auf den Fliesen? Dann bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir, wie ihr beiden gut durch den Sommer kommt – und woran du erkennst, dass die Hitze kritisch wird.

Ein Hitzschlag ist ein Notfall

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund überhitzt, ruf sofort deine Tierarztpraxis oder den Notdienst an. Hier ist schnelles Handeln entscheidend!

Warum ist Hitze für Hunde so anstrengend?

Kurz erklärt: Hunde geben Wärme fast ausschließlich über die Atmung ab. Beim Hecheln verdunstet Feuchtigkeit im Maul und im Rachen, das kühlt von innen. Solange die Außentemperatur deutlich unter der Körpertemperatur liegt, funktioniert das gut. Bei schwüler Luft und hohen Temperaturen wird es zunehmend schwierig.

Manche Hunde haben es dabei besonders schwer:

  • Kurznasige Rassen wie Mops, Französische Bulldogge, Boxer oder Pekinese – ihre verkürzten Atemwege machen das Hecheln ineffizient
  • Sehr junge und sehr alte Hunde
  • Hunde mit dichter Unterwolle, etwa Huskys, Berner Sennenhunde oder Spitze
  • Übergewichtige Hunde und Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen

Gehört dein Hund zu diesen “Risiko-Hunden”, plane den Sommer einfach von vornherein etwas vorsichtiger.

Die 9 besten Hitzetipps für deinen Hund

1. Gassi-Zeiten konsequent verschieben

Der wichtigste Punkt zuerst: Lange Runden gehören in den frühen Morgen und in den späten Abend. Mittags reicht eine kurze Löserunde im Schatten. Das klingt banal, ist aber der Tipp, der am meisten bringt – und der am häufigsten ignoriert wird.

2. Der 7-Sekunden-Test vor jedem Spaziergang

Asphalt heizt sich enorm auf. Schon bei 25 Grad Lufttemperatur kann die Straße rund 52 Grad erreichen. Für die Ballen deines Hundes ist das eine Herdplatte.

Der Test ist simpel: Leg deinen Handrücken sieben Sekunden auf den Asphalt. Hältst du es nicht aus, ist der Boden auch für deinen Hund zu heiß. Nimm dann Wiese, Waldboden oder Schattenwege – Beton und Ziegel werden übrigens deutlich weniger heiß als Asphalt.

Tückisch daran: Verbrennungen an den Ballen zeigen sich oft erst Stunden später. Also lieber einmal zu oft testen.

3. Wasser überall verfügbar machen

Zu Hause mehrere Näpfe aufstellen, unterwegs immer eine Faltschüssel und eine Flasche dabei. Manche Hunde trinken bei Hitze schlechter – dann hilft es, etwas Wasser über das Futter zu geben oder ungesalzene Brühe ins Trinkwasser zu mischen.

4. Kühle Rückzugsorte schaffen

Dein Hund sucht sich seinen Lieblingsplatz meistens selbst: Fliesen im Flur, unter dem Tisch, im dunkelsten Zimmer. Lass ihn. Zusätzlich kannst du:

  • Rollläden und Vorhänge tagsüber schließen
  • Eine Kühlmatte oder ein feuchtes Handtuch anbieten (auf den Boden legen, nicht über den Hund)
  • Einen Ventilator aufstellen, aber nicht direkt auf den Hund richten
  • Im Garten für zuverlässigen Schatten sorgen, der auch mittags noch da ist

5. Nie allein im Auto – auch nicht „nur kurz”

Ein geparktes Auto wird innerhalb weniger Minuten zur Falle, selbst mit gekipptem Fenster und selbst im Schatten. Es gibt hier keine sichere Zeitspanne. Wenn du nicht sicher bist, ob du deinen Hund mitnehmen kannst: lieber zu Hause lassen.

6. Bewegung durch andere Aktivitäten ersetzen

Bewegung fällt im Sommer weg – aber Auslastung muss nicht. Nasenarbeit im kühlen Wohnzimmer, Futtersuchspiele, eine Schnüffelmatte oder ruhiges Training kosten Konzentration und sind tolle Alternativen zur gewohnten Gassirunde. Zehn Minuten Suchspiel ersetzen erstaunlich viel Spaziergang.

7. Richtig abkühlen – von unten nach oben

Beim Abkühlen gilt: langsam und lauwarm. Beginne bei den Pfoten und Beinen, dann Bauch und Innenseite der Schenkel. Kein eiskaltes Wasser und niemals einen Schwall über den ganzen Hund – das kann den Kreislauf belasten. Feuchte Tücher gehören unter den Hund oder werden häufig gewechselt, nicht als Decke obendrauf, sonst staut sich die Wärme.

8. Fell nicht kurz scheren

Das Fell isoliert auch gegen Hitze und schützt vor Sonnenbrand. Bei Hunden mit Unterwolle ist gründliches Ausbürsten die bessere Wahl als die Schermaschine.

9. Reisen und Autofahrten früh planen

Fahrten am besten in die kühlen Randzeiten legen, Klimaanlage laufen lassen, Sonnenschutz an den Scheiben, regelmäßige Pausen im Schatten. Und: Eine Transportbox im Auto kann sich stark aufheizen – achte auf Luftzirkulation.

Woran erkenne ich einen Hitzschlag beim Hund?

Ein Hitzschlag entwickelt sich schnell und ist lebensbedrohlich. Deshalb musst du die wichtigsten Anzeichen dafür kennen. Achte auf:

  • Starkes, hektisches Hecheln, hohe Atemfrequenz, gestreckter Hals
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Stark gerötete Schleimhäute
  • Unruhe, dann Taumeln, Benommenheit oder Teilnahmslosigkeit
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Herzrasen, im schlimmsten Fall Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit

Ab etwa 41 Grad Körpertemperatur wird es akut lebensgefährlich. Das heißt: Sofort handeln.

Was du tun musst: Hund raus aus der Hitze an einen kühlen, gut belüfteten Ort. Parallel die Tierarztpraxis oder Klinik anrufen und ankündigen, dass ihr kommt. Vorsichtig mit lauwarmem Wasser kühlen – Pfoten, Beine, Bauch. Lauwarmes Wasser anbieten, aber niemals einem bewusstlosen Hund etwas einflößen.

Und ganz wichtig: Auch wenn es deinem Hund danach wieder besser geht, muss er tierärztlich untersucht werden. Komplikationen können mit Verzögerung auftreten.

Was hilft Hunden, die im Sommer generell unruhig sind?

Manche Hunde kommen mit der Hitze nicht nur körperlich schlecht klar – sie werden auch nervös. Sie finden keinen Schlaf, hecheln in der Nacht, sind reizbarer als sonst. Dazu kommen Sommerthemen wie Reisen, fremde Ferienwohnungen, Autofahrten oder Gewitter.

Hier lohnt es sich, ganz nüchtern an der Routine zu arbeiten: feste Ruhezeiten, ein klarer Schlafplatz, reizarme Tage, kein Aktivitätsstress. Ergänzend kannst du auf natürliche Produkte setzen, die zur Entspannungsroutine deines Hundes gehören – zum Beispiel unsere nacani CBD-Öle und CBD-Leckerlis. Sie können ein wertvoller Baustein sein, wenn du deinen Hund im Sommeralltag begleiten möchtest.

Fazit

Ein heißer Sommer muss für deinen Hund kein Stress sein!

Mit verschobenen Gassi-Zeiten, dem 7-Sekunden-Test, genug Wasser und kühlen Rückzugsorten hast du das Wichtigste schon abgedeckt. Der Rest ist Beobachtung: Du kennst deinen Hund am besten und merkst sofort, wenn etwas nicht stimmt. Und auch nacani begleitet euch durch den Sommer!

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